BPW 2016, Teil I

Der erste Wahlgang zur Wahl des Bundespräsidenten 2016 ist geschlagen.

Das Ergebnis ist einerseits so ausgefallen, wie von den meisten Meinungsforschern prognostiziert, andererseits aber deutlich über dem von den Meinungsforschern prognostizierten Werten gelegen.

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Richtig gelegen sind die Meinungsforscher was die Ergebnisse der Vertreter der Regierungsparteien betrifft. Die Ergebnisse der Kandidaten Griss und van der Bellen liegen in der von den Meinungsforschern prognostizierten Größenordnung.

Das Ergebnis des Kandidaten Hofer liegt weit über dem prognostizierten Wert.

BPWahl_24_4_2016

Wie ist dieses Wahlergebnis erklärbar? Ausschlaggebendes Wahlmotiv war, laut Meinungsforschung, die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Regierung.

Die erfolgreichsten Wahlhelfer in der Regierung für Norbert Hofer waren:

 

Sebastian Kurz, Johanna Mikl-Leitner und Hans Peter Doskozil stehen für eine harte Linie in der Asylpolitik. Mit dieser Linie haben sie zweierlei erreicht:

  • Sie haben einerseits alle jene in ihrer Meinung bestärkt, die sich eine harte Gangart in der Flüchtlingspolitk gewünscht haben. Damit haben sie die lange von der FPÖ geforderte Linie für legitim und als richtig erklärt. Mit dieser Bestätigung der FPÖ-Linie haben sie allerdings die adressierte Wähergruppe nicht für die ÖVP bzw. die SPÖ gewonnen, sondern an die FPÖ verloren, denn jene Wähler, die sich eine harte Linie in der Asylpolitik wünschen, gehen doch lieber zum Schmied als zum Schmiedl.
  • Sie haben andererseits all jene Wähler, die bei der verschärften Haltung in der Asylfrage Bedenken hatten, insbesondere mit der Festlegung einer Obergrenze bzw. eines Richtwertes, in Richtung Griss oder Van der Bellen vertrieben. Rechtsbruch als Mittel zum Zweck ist vielen Wählern doch zu viel Rechts und zu wenig Recht.
  • Sie haben für Österreich den Notstand ausgerufen. Da darf man sich nicht wundern, wenn dann die Wähler den selbst ernannten Rettern in der Not scharenweise in die Arme laufen.

Damit haben sie das goldene Ehrenzeichen der FPÖ für Verdienste um die Partei erworben, denn recht viel effizienter hätte man Wählervertreibung weg von der eigenen Partei hin zur FPÖ nicht betreiben können.

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