Reizthema Evolutionstheorie

Im Jahr 2004 verbannte die italienische Erziehungsministerin Letizzia Moratti die Evolutionstheorie aus dem Lehrplan für die Unterstufe. Mit Protesten erreichten Wissenschafter, Eltern und Lehrern eine Aufhebung dieser Anordnung.

Eine im Jahr 2011 im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie [1] belegt, dass nur 28% aller Highschool-Lehrer in den USA Evolutionstheorie unterrechten. Laut Studie versucht die große Mehrheit der Lehrer die Konfrontation mit Kreationisten zu vermeiden und lehrt entweder beides oder nur einen begrenzten Teil der Evolutionsbiologie.

In der Ausgabe vom 31. 5. 2017 berichtet die Presse [2] von einer Initiative rechtsklerikaler Intellektueller gegen die Lehre der Evolutionstheorie in Schulbüchern in Serbien.

Seit dem 1. 7. 2017 ist die Evolutionstheorie an türkischen Schulen aus dem Lehrplan gestrichen [3].

Der überwunden geglaubte Kampf zwischen Religion und Wissenschaft scheint wieder aufzubrechen.

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Ein Plädoyer für die g’sunde Watschn

Seit der Neo-Parteiobmann der ÖVP, Sebastian Kurz, den Mathematiker Univ. Prof. Dr. Rudolf Taschner an wählbarer Stelle als Kandidat der ÖVP für die kommenden Nationalratswahlen präsentiert hat, ist sie wieder in aller Munde: Die g’sunde Watschn.

In den Medien, den sozialen wie den unsozialen, gehen die Wogen hoch. Dieses Thema wird, neben anderen Statements von Taschner, mit viel Sym- bzw. Antipathie diskutiert. Bei so viel Aufregung ist es wohl der Mühe wert, das Thema etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Die Geschichte wiederholt sich

Das 1992 postulierte Ende der Geschichte ist nicht gekommen. Im Gegenteil, die Geschichte scheint sich zu wiederholen.

Von vielen Kommentatoren wird die Entwicklung in den Staaten Europas und jener in den USA mit der Situation in den 20-iger bzw. 30-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts verglichen.

Vordergründig betrachtet gibt es Parallelen. Etwas genauer betrachtet zeigt sich, dass sich die heutige Weltlage viel eher mit jener des 19- Jahrhunderts vergleichen lässt. Damals wie heute kommt es zu umwälzenden technischen Erneuerungen und in deren Folge zu massiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen.

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Was macht den Nationalismus so attraktiv?

Ein tot geglaubtes Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Nationalismus. Die auf den Erfahrungen des zweiten Weltkrieges begründete Idee eines vereinten Europas droht zu scheitern. Ausgerechnet mit dem Ende des kalten Krieges, der Befreiung der osteuropäischen Staaten aus der Umklammerung der Sowjetunion und deren Aufnhame in die EU droht den pluralistischen Gesellschaften Europas ein Rückfall die Zeit der Nationalstaatlichkeit.

Der Einigungsprozess hat den Bürgern der EU die längste Friedensperiode und einen vorher noch nie erreichten Lbendstandard und ein vorher noch nie erreichtes Ausmaß an persönlicher Freiheit und der Möglichkeit politischer Mitbestimmung gebracht.

Was macht nun den Nationalismus wider alle Vernunft so attraktiv, dass  Bürger bereit sind, all dies Erreichte aufs Spiel zu setzen?

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Burkaverbot?

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In immer mehr Ländern der EU ist eine Diskussion um ein Verbot der Ganzkörperverschleierung entbrannt. Aktuell wird diese Diskussion in Deutschland und in Österreich besonders intensiv geführt.

Lässt sich in demokratischen Rechtsstaaten ein derartiges Verbot so umsetzen, dass es mit den Grundlagen des Rechtsstaates vereinbar ist? Wie könnte ein derartiges Verbot legitimiert werden?

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