Wer hat Angst vor Hotspots?

Die EU möchte in insgesamt 11 Hotspots in Italien und Griechenland Flüchtlinge registrieren und dann auf die einzelnen Mitgliedsstaaten verteieln. Der Plan ist bislang grandios gescheitert. Griechenland und Italien misstrauen der europäischen Solidarität und fürchten, dass sie auf den in den Hotspots registrierten Flüchtlinge sitzenbleiben werden, umgekehrt kommen die Mitgliedsstaaten ihren Verpflichtungen nur schleppend nach.

Das Resultat: Ströme von Flüchtlingen fließen durch Europa, sie werden eilfertig durchgewunken, bis sie ihr Zielland Deutschland erreicht haben. Nun da dieses beginnt, seine Grenzen abzudichten, versuchen sich die anderen Staaten in Abschreckungsstrategien, fahren Zäune hoch und beginnen Flüchtlinge zurückzuschieben. Verträge wurden und werden gebrochen, europäische Solidarität hat sich als Fiktion erwiesen, die europäische Union steht vor einer Zerreißprobe und wie es derzeit aussieht, wird Eurpa diese Probe eher nicht bestehen.

Dabei wäre die Lösung so einfach:

Jedes Mitgliedsland errichtet seinen eigenen Hotspot. Die Flüchtlinge werden aus der Türkei in diese Hotspots gebracht. Den Schleppern wird dadurch das Handwerk gelegt und es gibt keine riskanten Überfahrten über das Mittelmeer. Die in den Hotspots registrierten Flüchtlinge werden dann ensprechend einem festgelegten Schlüssel auf die Mitgliedsstaaten verteilt.

Jeder der Hotspots in Griechenland und Italien für die Lösung der Flüchtlingsfrage hält kann wohl nichts dagegen haben, wenn diese Hotspots nicht ausschließlich in Griechenland und Italien errichtet werden. Wer an einen funktionierenden Verteilungsschlüssel glaubt, für den kann es keine Rolle spielen, wo die Hotspots errichtet werden. Jeder ist ein Schelm, der dies ander sieht.

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